>> ASCA Trial Richtlinien <<

Revidiert 1997

DER IDEALE HÜTEHUND:

Der Zweck eines Hütehundes ist, die Arbeit einer Person zu ersetzen ohne Schaden, unnötigen Stress oder Gefahr für das Vieh zu verursachen. Bei der Beurteilung der Arbeit des Hundes durch Richter und Aussteller, sollte das Wohl des Viehs an erster Stelle stehen.

Der ideale Hütehund passt sich dem jeweiligen Vieh möglichst optimal und leistungsfähig an und arbeitet gleichzeitig in Harmonie mit dem Hundeführer. Die ideale Gangart um Stress und Gewichtsverlust zu vermeiden, ist Schritt oder Trab. Der ideale Hund wird deshalb seine Gangart dem Vieh anpassen und unnötigen Druck vermeiden. Es ist klar, dass Tiere, welche sich frei in einer Arena mit einem Hund befinden, losrennen werden. Es ist nun die Aufgabe des Hundes, die Tiere unter Kontrolle zu bringen, in dem er sie zusammenhält. Sobald er sie unter Kontrolle gebracht hat, sollte der Hund den Druck reduzieren und dem Vieh erlauben, langsamer zu gehen. Hunde die angreifen, jagen, Panik verursachen und immer wieder die Herde auseinandersprengen, sollten disqualifiziert werden.

 Der ideale Hund behält jede Bewegung des Viehs im Auge, aber gehorcht weiterhin den Kommandos des Hundeführers. Der Hund sollte ein natürliches Verständnis für das Zusammenhalten der Herde zeigen und deshalb den Kontakt zu den Tieren jederzeit aufrecht erhalten. Den Kontakt zu den Tieren beibehalten, sollte nicht unbedingt durch Beissen erreicht werden. Der Hütehund sollte ruhige Selbstsicherheit zeigen und die Fähigkeit haben, in jeder Situation angemessenen Druck auf die Herde auszuüben, eventuell durch Hilfe von Schnappen am Kopf oder an den Hinterläufen.

 TRIAL KATEGORIEN

 RICHTLINIEN ZU DEN KATEGORIEN:

Nachfolgend finden sich allgemeine Richtlinien über die Anforderungen zu den Kategorien Started, Open, Advanced und Post Advanced. Halten Sie sich vor Augen, dass das Vieh eine grosse Rolle spielt für einen problemlosen Lauf. Je schwieriger die Tiere reagieren, desto wilder und unharmonischer wird der Lauf aussehen.

 STARTED HUNDE:

 In der Kategorie „started“ hat der Hund wenig oder gar keine Trial Erfahrung, aber er sollte die Herde unter Kontrolle haben und selber unter der Kontrolle des Hundeführers sein. Ein Hund dieser Kategorie sollte Flankierkommandos, ein Gehkommando und ein Stopkommando kennen. Diese Kategorie ist nicht als Instinkttest gedacht. Hunde mit wenig oder keiner Beherrschung, welche hier teilnehmen, richten grossen Schaden an sich und dem Vieh an. Gleichzeitig erschweren sie die Arbeit den nachfolgenden Teams, welche die zuvor gestressten Tiere unter Kontrolle bringen müssen. Die „handler lines“ (örtliche Begrenzungen die der Hundeführer nicht übertreten darf) wurden eingeführt, mit dem Ziel, dass der Hund sowohl das Nachtreiben wie auch das Treiben vorzeigen soll. In der Kategorie „started“ gibt es keine „handler line“. Somit ist es in dieser Kategorie erlaubt, die Arbeit so zu erledigen, wie es für den Hund und Hundeführer am vorteilhaftesten ist. Es ist erlaubt, den Kurs entweder durch Nachtreiben oder durch Treiben (oder die Kombination von beiden) zu durchlaufen, ohne dass dies zu Punktverlust führt, solange der Hund die Kontrolle über die Tiere behält und selber unter Kontrolle des Hundeführers ist.

 OPEN HUNDE:

 Diese Hunde sollten fähig sein, die Tiere zu kontrollieren und einzuschätzen. Die Kommandos für links, rechts, langsam und stop sollten sitzen. Weiter sollten die Hunde parallel treiben, treiben im Anfangsstadium und ein gutes Nachtreiben beherrschen. Die Reaktionen auf die Kommandos sollten sauber sein, ausserdem sollte der Hund fähig sein, weiter entfernt vom Hundeführer zu arbeiten.

 ADVANCED HUNDE:

 Der Hund dieser Kategorie sollte, unabhängig von der Entfernung zum Hundeführer, die Arbeit leistungsfähig verrichten. Hundeführer und Hund sollten eine gute Zusammenarbeit zeigen, wobei der Hund sauber auf die Kommandos des Hundeführers reagiert und dem Hund erlaubt wird, selbständig zu denken. Diese Hunde sollten  Quertreiben und Treiben können und jedes notwendige Kommando befolgen, um die Arbeit auszuführen. Weiter sollten diese Hunde fähig sein, mit allen möglichen Typen von Vieh umzugehen, seien es „leichte“ oder „schwere“ Tiere und dies mit höchster Kontrolle und möglichst wenig Stress.

 POST ADVANCED HUNDE:

 Der Hund dieser Kategorie sollte, unabhängig von der Entfernung zum Hundeführer, die Arbeit leistungsfähig verrichten ohne die Hilfe eines Zauns. Weiter sollten diese Hunde fähig sein, mit allen möglichen Typen von Vieh umzugehen, von „leichten“ bis „schweren“ Tieren und dies mit höchster Kontrolle und möglichst wenig Stress.

 JUNIOR HANDLER:

 Diese Klasse ist für Junioren bis und mit 17 Jahren. Sie können jeden Hund, vom Trial unerfahrenen bis hin zum „Working Trial Champion“ (WTCH) verwenden. Der Hundeführer wird nach folgenden Punkten beurteilt: Kontrolle über den Hund, Kurs Kenntnis, Fähigkeit das Vieh einzuschätzen, Zusammenarbeit mit dem Hund und persönliche Haltung. Unterstützung von aussen ist erlaubt, es werden dafür jedoch Punkte abgezogen.

 NOVICE HANDLER: 

Diese Klasse ist für Erwachsene über 17 Jahre. Sie können jeden Hund, vom Trial unerfahrenen bis hin zum „Working Trial Champion“ (WTCH) verwenden. Der Hundeführer wird nach folgenden Punkten beurteilt: Kontrolle über den Hund, Kurs Kenntnis, Fähigkeit das Vieh einzuschätzen, Zusammenarbeit mit dem Hund und persönlicher Haltung. Unterstützung von aussen ist erlaubt, es werden dafür jedoch Punkte abgezogen. 

TRIAL KLASSEN: 

RINDER:

 Der ideale Rinderhund arbeitet näher an den Tieren unter Verwendung von zickzack gehen („wearing“), korrekter Positionierung, Druck und Beissen, um die Tiere zusammen und in Bewegung zu halten. Normalerweise braucht es mehr Druck (nicht zu verwechseln mit Beissen) um Rinder fortzubewegen oder zu stoppen. Die Rinder sollten nicht durch den Kurs gehetzt werden, aber sie sollten auch nicht vor sich hin trödeln dürfen, weil der Hund, durch fehlenden Druck, den Kontakt zu ihnen verloren hat.

 SCHAFE:

 Der ideale Schafhund sollte Schafe vorsichtig arbeiten, mit so wenig physischem Kontakt wie nötig. Das Fluchtverhalten der Schafe ist entscheidend, wie weit entfernt der Hund die Tiere arbeiten darf. Je „leichter“ die Schafe sind, umso weiter entfernt sollte der Hund sein. Je „schwerer“ die Schafe sind, umso näher muss der Hund arbeiten. Bei „schweren“ Schafen wird ein Biss in die Hinterläufe eventuell notwendig sein. Sollte ein Schaf nicht weichen, obwohl der Hund unnachgiebig stehen bleibt, ist ein Zubeissen am Kopf des Schafes eventuell gerechtfertigt. In den meisten Fällen sind Körperbisse und Wolle ausreissen unnötig und können mit Disqualifikation bestraft werden. 

ENTEN:  

Der ideale Entenhund sollte ziemlich weit hinter den Enten arbeiten. Er sollte sie sanft und langsam vorwärtstreiben. Beissen, Überrennen oder Anspringen ist unnötig und ist ein Grund zur Disqualifikation. Das Anstossen der Ente mit der Hundenase ist akzeptabel, sollte die Ente sich weigern weiter zu gehen. 

ERKLÄRUNGEN ZUM BEWERTUNGSBLATT:

 Die Bewertung ist aufgeteilt in zwei Teile. Der erste Teil ist die „Bewertung des Kurses“. Der Hund erhält für jedes Tier, welches er durch ein Hindernis treibt, Punkte, ungeachtet davon, wie er es bewerkstelligt, solange er die Arbeit verrichtet. Der zweite Teil bewertet die „Fähigkeit des Hundes, die Tiere zu kontrollieren“. Dieser Teil bewertet die Ausführung der Arbeit.

 Für die Kursbewertung müssen die Tiere jedes Hindernis unter der Kontrolle des Hundes passiert haben. Nach dem ersten erfolgreichen Passieren des Hindernisses, wird dasselbe Hindernis kein zweites mal bewertet, falls die Tiere nochmals das Hindernis durchlaufen. Der Kurs muss in der richtigen Reihenfolge versucht bzw. absolviert werden. 

Versuche:

 Für jedes Hindernis des Kurses A oder B sind zwei Versuche erlaubt. Dem Hundeführer ist es erlaubt, nach einem Versuch, weiter zum nächsten Hindernis zu gehen. Es ist jedem Richter überlassen, zu entscheiden ob ein Teil der Arbeit des Hundes, welcher er bei einem Hindernis verrichtet, als Versuch an diesem Hindernis gezählt wird. Wenn der Richter entschieden hat, dass zwei Versuche absolviert wurden, wird er den Hundeführer entsprechend informieren. Der Hundeführer muss danach zum nächsten Hindernis weiter gehen. Es kann schon als Versuch gelten, wenn die Tiere am Hindernis vorbei laufen, während der Hund sie arbeitet, oder wenn die Tiere mehr als die Hälfte der Arena zurück in Richtung „Repen“ rennen, oder wenn die Tiere zweimal zur falschen Seite der Arena laufen. 

In den folgenden Situationen muss der Richter den Hundeführer über seinen Entscheid oder Richterspruch informieren:

 a. Wenn der Hundeführer, nach seiner ersten Bemühung ein Hindernis anzugehen, es als Versuch ansieht und weiter geht, so muss der Richter, sollte er dies nicht als Versuch beurteilen, dies dem Hundeführer sofort mitteilen.

 b. Der Hundeführer ist nach zwei Versuchen nicht weiter gegangen. Der Richter muss den Hundeführer in dieser Situation darauf aufmerksam machen und ihn auffordern, zum nächsten Hindernis weiter zu gehen. Als zwei Versuche gelten: 1. der Hund hat die Tiere zweimal zum Hindernis geführt, oder zwei oder mehr Tiere überqueren die „Runaway line“ zweimal.

 c. Nach einem angemessenen Zeitraum, ohne dass ein Fortschritt bei einem Hindernis erzielt wurde, muss der Richter den Hundeführer anweisen, zum nächsten Hindernis zu gehen.

 Runaway Lines:  

Die „Runaway Line“ für Hindernis 1 und 2 ist die „Advanced Handler's line“ und für das mittlere Hindernis gilt die hintere Abschrankung beim „Repen“. Jedesmal, wenn zwei oder mehr Tiere über die „Runaway Line“ zurücklaufen, wird dies als Versuch an dem Hindernis gezählt, welches anvisiert wurde. Wenn zwei oder mehr Tiere zweimal zur hinteren Abschrankung zurücklaufen, während das mittlere Hindernis versucht wird, muss der Versuch abgebrochen werden und die Hunde müssen weiter zum „Repen“ gehen.

Beurteilung „der Fähigkeit des Hundes, Vieh zu kontrollieren“ (Kontrolle):

In jedem Teilstück des Laufes wird die Art, wie der Hund das Vieh  kontrolliert, beurteilt. Es müssen Kontrollpunkte für alle Teilstücke des Kurses gegeben werden, welche der Hund absolviert und/oder versucht hat. Punkte für die Kontrolle werden für die Art, wie die Arbeit ausgeführt wurde, vergeben. Dies beinhaltet natürlichen Rasseinstinkt, Können, Training, Konzentration, Interesse, Druckvermögen und Umgang. Richter müssen alle Arten von Hütehunden richten können. Weiter müssen sich Richter über die Unterschiede im Arbeitsstil der verschiedenen Rassen auskennen und diese entsprechend und nicht vergleichend beurteilen. Um eine angemessene Punktierung für die Kontrolle zu erhalten, muss NATÜRLICHER INSTINKT gezeigt werden. Ein mechanischer Hund, welcher den Kurs nur durch Training erfolgreich absolviert, sollte nicht nur wegen dem Training alleine eine bessere Bewertung der Kontrolle bekommen.

 Die Fähigkeit des Hundes das Vieh zu kontrollieren, ist im Prinzip abhängig von den Erwartungen, die der Richter in den Hund setzt. Die oben aufgeführte Beschreibung der „Fähigkeit des Hundes, Vieh zu kontrollieren“, ist eine allgemeine Formulierung, da dieser Teil sehr abhängig von der Meinung des Richters ist. Aber diese Beschreibung soll dem Hundeführer helfen, zu verstehen, was von ihm erwartet wird.

KURS RICHTLININEN: 

Diese Richtlinien wurden auf der Basis des „Advanced“ Hundes, welcher einen idealen Lauf absolviert, ohne den Schwierigkeitsgrad des Viehs in Betracht zu ziehen, aufgestellt. Natürlich muss der Richter seine Erwartungen den „Started“ und „Open“ Hunden anpassen und das Verhalten der Tiere in Betracht ziehen.

 TAKE PEN : 

(Übernahmepferch): Die Beurteilung beginnt mit dem Öffnen des Tores und endet mit dem erfolgreichen Passieren des Viehs durch die Öffnung des „Take Pen“. Die Punkte werden pro Anzahl Tiere (oder %) verdient, die der Hund beim ersten Mal auspfercht. Wenn der Hundeführer die Tiere ohne die Hilfe des Hundes auspfercht, so erhält er keine Punkte. Punkte für die Kontrolle erhält man für die Art, wie die Arbeit erledigt wurde. Der Hundeführer kann mit dem Hund zusammen in den Pferch hineingehen und trotzdem noch Punkte erhalten. Sollten die Tiere ohne Schuld des Hundes aus dem Pferch ausbrechen, so darf der Hundeführer seinen Hund in der Arena so positionieren, dass er die Kontrolle über die Tiere bekommt. Da sie aus dem Pferch herausgerannt sind, werden keine Punkte abgezogen, weder Kurs noch Kontrollpunkte.

 Die Tiere sollten ruhig und stressfrei ausgepfercht werden und der Hund sollte den Zaun entlang gehen um den Tieren die beste Möglichkeit zu geben, den Ausgang zu finden. Der Hund sollte ein selbstsicheres Annähern an die Tiere zeigen und aufzeigen, dass er die Aufgabe, die ganze Herde zum Tor raus zu bringen, versteht. Verlust von Kontrollpunkten: Der Hund hält die Tiere im Pferch fest; Vordringen in die Mitte der Herde bevor sie ausgepfercht wurden; die Tiere nur eins nach dem anderen auspferchen, anstatt alle auf einmal.

Ein ruhiges Auspferchen der Herde während der Hundeführer ausserhalb des Pferchs ist, sollte mehr Kontrollpunkte geben, als das Auspferchen während der Hundeführer mit dem Hund im Pferch ist. 

KURSPUNKTE = 5   KONTROLLPUNKTE = 15

 TREIBEN/NACHTREIBEN DURCH HINDERNIS 1:

Die Bewertung des ersten Hindernisses beginnt nach Vollendung des Auspferchens und endet entweder mit dem Verlassen des ersten Hindernisses oder nachdem zwei Versuche gemacht wurden. Kurs A, ein gegen den Uhrzeigersinn laufender Kurs, fordert ein rechtsherum Treiben/Nachtreiben; somit sollten die Tiere auf der rechten Seite des Center Chutes zum ersten Hindernis bewegt werden. Sollte das Vieh auf der linken Seite getrieben /nachgetrieben werden, können Kontrollpunkte abgezogen werden. Kurspunkte können für die Anzahl (oder %) Tiere verdient werden, welche das Treiben / Nachteiben und das Hindernis 1 absolviert haben. Kontrollpunkte werden für die Art, wie die Arbeit verrichtet wurde, vergeben.

 Der Hund kann entweder mit dem Treiben/Nachtreiben sofort beginnen, nachdem die Tiere ausgepfercht wurden oder er kann die Tiere stabilisieren und warten, bis der Hundeführer das Tor geschlossen hat und dann weiter machen. Das Treiben/Nachtreiben sollte die Kontrolle des Hundes über die Tiere zeigen, während der Hund die Tiere direkt vom Pferch zum Hindernis 1 bringt. Das Herdenbewusstsein des Hundes und seine Fähigkeit, die Tiere zu kontrollieren, wenn vom Kurs abgewichen wird, ist von grosser Wichtigkeit. Vom Hund sollte angemessener Druck angewendet werden, um die Herde in die korrekte Richtung zu bewegen. Die Fähigkeit des Hundes, ausbrechende Tiere wieder zurückzutreiben und seine Herde am Anfang des Laufes zusammen zu halten, ist wichtig. 

Die Herde sollte, unter möglichst wenig Stress, im Gegenuhrzeigersinn durch das Hindernis 1 gebracht werden. Sehr wichtig dabei ist die Fähigkeit des Hundes, die Tiere am Zaun zu halten und unter ständiger Bewegung zum Eingang zu führen. Diese Fähigkeit, das Treiben/Nachtreiben ohne Unterbruch in Gang zu halten, verhindert, dass die Tiere in der Ecke stehen bleiben. Weiter sollte der Hund fähig sein, Tiere, welche auf der falschen Seite des Hindernis vorbei wollen, umzudrehen.

 Beispiele für Punkteverluste beim Treiben/Nachtreiben: Verlust der Kontrolle über die Tiere, nach Verlassen des Pferchs; Stoppen des Treibens durch Umdrehen und Zurückbringen zum Pferch; Verlieren des Kontakts zur Herde / Abdriften.

 KURSPUNKTE = 5   KONTROLLPUNKTE = 20

 QUERTREIBEN/BRINGEN DURCH HINDERNIS 2:  

Die Bewertung beginnt mit Verlassen des Hindernisses 1 und endet, wenn die Herde das Hindernis 2 verlässt oder nachdem zwei Versuche gemacht wurden. Kurspunkte werden durch die Anzahl Tiere (oder %) verdient, welche der Hund, beim ersten Passieren des Hindernisses, durchbringt. Kontrollpunkte werden für die Art, wie die Arbeit verrichtet wurde, vergeben.

 Idealerweise sollten die Tiere im Gegenuhrzeigersinn und unter minimalstem Stress, nach Verlassen des Hindernisses 1, direkt zum Hindernis 2 und durch dasselbe gehen. Die Fähigkeit des Hundes, von Hindernis 1 zu Hindernis 2 querzutreiben, zeigt sein Können, Probleme zu verhindern, welche entstehen können, wenn die Tiere nach verlassen des Hindernis 1 plötzlich Freiraum („Daylight“) sehen. Diese Aufgabe fordert oft sofortiges Reagieren des Hundes, um die aussreissenden Tiere, welche die Arena hinunter rennen wollen, umzudrehen. Der Hund sollte die Herde so kontrollieren können, dass er ihnen nicht einfach nur bis zum anderen Ende der Arena folgt und sie dann erst zurückbringt. Nach Eintreten in das Hindernis 2 ist es wichtig, dass der Hund Kontrolle und Gehorsam zeigt, um der ganzen Herde zu ermöglichen, durch den Ausgang heraus zu kommen und nicht, dass ein Teil der Herde umkehrt und am Ende des Hindernisses  ausbricht.

 KURSPUNKTE = 5   KONTROLLPUNKTE = 25 

AUFSTELLUNG UND ARBEIT AM „CENTER CHUTE“ (nur für „Open“ und „Advanced“ Hunde):

 Die Bewertung beginnt, sobald die Herde das Hindernis 2 verlässt und endet, wenn die Herde den „Center Chute“ verlässt oder nachdem zwei Versuche gemacht wurden. Kurspunkte werden für die Anzahl (oder %) Tiere vergeben, die der Hund, beim ersten Durchtreiben des „Center Chute“, schafft. Kontrollpunkte verdient man für die Art, wie die Arbeit ausgeführt wurde.

 Idealerweise sollte das Vieh vom Hindernis 2 direkt zum „Center Chute“ und durch dieses hindurch getrieben werden. Nachdem die Tiere das Hindernis 2 verlassen haben, müssen sie vom Zaun weg in die Mitte der Arena gebracht werden. Der Hund sollte die Kontrolle über die Herde, ohne Hilfe des Zauns, aufrecht erhalten und die Tiere durch den „Center Chute“ bringen. Zusätzlicher Punkteabzug kann es für starke Hilfestellungen des Hundeführers geben wie z.B. ein zu extremer Einsatz des Stockes oder zu viel Druck auf die Tiere.

 KURSPUNKTE = 5   KONTROLLPUNKTE = 30

 KONTROLLE BIS ZUM UND BEIM EINPFERCHEN AM „REPEN“:  

Die Bewertung beginnt nach dem zu letzt versuchten Hindernis und endet, wenn der Hundeführer das Tor des „Repen“ schliesst. Sobald das Tor des „Repen“ offen ist, sollte der Hund die Herde so effizient als möglich zum „Repen“ bringen. Kurspunkte werden durch die Anzahl Tiere (oder %) verdient, welche der Hund, beim ersten Einpferchen in den „Repen“, schafft. Kontrollpunkte werden für die Art, wie die Arbeit verrichtet wurde, vergeben.

 Idealerweise sollte die Herde mit möglichst wenig Stress vom letzten versuchten Hindernis oder „Center Chute“ direkt zum „Repen“ gebacht werden. Sinnvollerweise bringt man die Tiere zuerst vom Tor weg, bevor man dieses öffnet.

 KURSPUNKTE = 5   KONTROLLPUNKTE = 10

 Die Beachtung der „handler's line“ wird in jedem Fall gefordert. In der Kategorie „Open“ werden für das Übertreten der „handler´s line“ 15 Punkte abgezogen. In der Kategorie „Advanced“ werden für das Übertreten der „handler's line“ sogar 50% der Punkte abgezogen.

 ZUSAMMENTREIBEN/EINHOLEN:

 Die Bewertung beginnt sobald der Hund freigelassen wurde und endet, wenn der Hund die Herde über die „Advanced Handler's line“ gebracht hat. Kurspunkte erhält man für die Anzahl Tiere (oder %), welche schlussendlich eingeholt wurden. Kontrollpunkte werden für die Art, wie die Arbeit verrichtet wurde, vergeben.

 Das Zusammentreiben sollte die Fähigkeit des Hundes zeigen, die Tiere kontrolliert in einer Gruppe zusammen zu halten. Beim Umlaufen der Tiere, um hinter sie zu gelangen, sollte der Hund so weit wie notwenig oder so weit wie es möglich ist, fern von den Tieren bleiben, um diese nicht zu beunruhigen. Sollten die Tiere an der Umzäunung stehen, wenn der Hund zum Einholen/Zusammentreiben geschickt wird, sollte der Hund seine Fähigkeit zeigen, auf kontrollierte Art zwischen den Zaun und die Tiere zu gehen und sie vom Zaun weg zu holen, falls dies notwendig ist. Sobald der Hund alle Tiere zu einer kontrollierten Gruppe zusammengebracht hat, wird der Hundeführer das Treiben/Nachtreiben zum ersten Hindernis beginnen. Die Herde muss nicht unbedingt zum Hundeführer gebracht werden. Sie sollte jedoch auf einer geraden Linie zum Hindernis 1 getrieben werden.

Beispiele für möglichen Verlust von Kontrollpunkten sind: Teilen der Herde; übertriebenes zickzack Gehen der Tiere; Tiere zurücklassen; Umkreisen der Herde; übertriebenes Rennen der Tiere; übertriebenes Gebell; Hunde, welche andauernd nach dem Hundeführer schauen; Zurückhalten der Herde am hinteren Zaun; absichtliches Wegtreiben der Herde zum hinteren Zaun bevor der Hund beginnt, die Tiere vorwärts zu treiben (zeigt kein Zusammentreiben).

 KURSPUNKTE = 5   KONTROLLPUNKTE = 15

 TREIBEN/NACHTREIBEN DURCH HINDERNIS 1:

 Die Bewertung beginnt, sobald die Tiere die „Advanced Hander's“ line überqueren und endet, wenn die Tiere das Hindernis 1 verlassen oder nachdem zwei Versuche gemacht wurden. Kurs B, ein Kurs im Uhrzeigersinn, fordert ein Treiben/Nachtreiben links herum; deshalb sollte die Herde auf der linken Seite des freistehenden Pferchs zum Hindernis 1 gebracht werden. Sollte die Herde auf der rechten Seite getrieben werden, können Kontrollpunkte verloren gehen. Kurspunkte können für die Anzahl (oder %) Tiere verdient werden, welche das Treiben/Nachtreiben und das Hindernis 1 absolviert haben. Kontrollpunkte werden für die Art, wie die Arbeit verrichtet wurde, vergeben.

 Idealerweise sollte der Hund nach dem Einholen die Kontrolle über die Tiere behalten und sie direkt zum Hindernis 1 bringen. Siehe auch Kurs A, Beschreibung des Treibens/Nachtreibens.

 Die Herde sollte, unter möglichst wenig Stress, im Uhrzeigersinn durch das Hindernis 1 gebracht werden. Wichtig ist die Fähigkeit des Hundes, die Tiere am Zaun zu halten und sie in ständiger Bewegung haltend, zum Eingang zu führen. Diese Fähigkeit, das Treiben/Nachtreiben ohne Unterbruch in Gang zu halten, verhindert, dass die Tiere in der Ecke stehen bleiben. Weiter sollte der Hund fähig sein, Tiere, welche auf der falschen Seite des Hindernisses vorbei wollen, umzudrehen. 

KURSPUNKTE = 5   KONTROLLPUNKTE = 20 

QUER-TREIBEN/NACHTREIBEN DURCH HINDERNIS 2:

 Die Bewertung beginnt mit Verlassen des Hindernisses 1 und endet wenn die Herde das Hindernis 2 verlässt oder nachdem zwei Versuche gemacht wurden. Kurspunkte werden durch die Anzahl Tiere (oder %) verdient, welche der Hund, beim ersten Passieren des Hindernisses, durchbringt. Kontrollpunkte werden für die Art, wie die Arbeit verrichtet wurde, vergeben.

 Idealerweise sollten die Tiere im Uhrzeigersinn und unter minimalstem Stress, nach Verlassen des Hindernisses 1, direkt zum Hindernis 2 und durch dasselbe gehen. Die Fähigkeit des Hundes, von Hindernis 1 zu Hindernis 2 querzutreiben, zeigt sein Können, Probleme zu verhindern, welche entstehen können, wenn die Tiere nach verlassen des Hindernis 1 plötzlich Freiraum („Daylight“) sehen. Diese Aufgabe fordert oft sofortiges Reagieren des Hundes, um die ausreissenden Tiere, welche die Arena hinunter rennen wollen, umzudrehen. Der Hund sollte die Herde so kontrollieren können, dass er ihnen nicht einfach nur bis zum anderen Ende der Arena folgt und sie dann erst zurückbringt. Nach Eintreten in das Hindernis 2 ist es wichtig, dass der Hund Kontrolle und Gehorsam zeigt, um der ganzen Herde zu ermöglichen, durch den Ausgang heraus zu kommen und nicht, dass ein Teil der Herde am Ende des Hindernisses ausbricht und umdreht.

 KURSPUNKTE = 5   KONTROLLPUNKTE = 25 

 AUFSTELLEN UND ARBEIT AM FREISTEHENDEN PFERCH (nur für „Open“ und „Advanced Hunde“):  

Die Bewertung beginnt, wenn die Herde das Hindernis 2 verlässt und dauert weiter an bis mindestens ein Tier im Pferch ist und das Tor geschlossen wurde, oder sie endet, nachdem zwei Versuche unternommen wurden. Der Hundeführer muss das Tor nicht festhalten. Kurspunkte verdient man für die Anzahl (oder %) Tiere, welche der Hund in den Pferch gebracht hat. Kontrollpunkte werden für die Art, wie die Arbeit verrichtet wurde, vergeben.

 Idealerweise sollte die Herde unter minimalstem Stress vom Hindernis 2 direkt zum freistehenden Pferch gebracht werden. Nach Verlassen des Hindernis 2 oder nachdem zwei Versuche am Hindernis 2 gemacht wurden, darf der Hundeführer die „Advanced Handler's line“ überqueren um das Einpferchen anzugehen. Der Hundeführer darf jedoch die „Open Handler's line“ nicht überqueren. Tut er es trotzdem, so verliert er 50% seiner Punktzahl. Die Herde sollte von der Umzäunung weggenommen werden und zur Öffnung des Pferchs gebracht werden. Der Hund muss die Kontrolle über die Herde behalten und präzise Kommandos annehmen. Die Tiere sollten so zur Öffnung des Pferchs gebracht werden, dass ihnen ein ruhiges Hineingehen ermöglicht wird, und dass der Hund die eine Seite sichert während der Hundeführer die andere Seite sichert. Zusätzlicher Kontrollpunkteverlust kann es für Hilfestellungen des Hundeführers, wie z.B. übermässigen Einsatz des Stocks und/oder Druck auf die Tiere, geben. Sobald die Arbeit am freistehenden Pferch vollendet ist, kann der Hundeführer seinem Hund helfen, die Tiere aus dem Pferch zu bringen. Für diese Handlung werden keine Punkte vergeben. Misshandeln der Tiere beim Auspferchen kann jedoch zum Ausschluss führen. 

KURSPUNKTE = 5   KONTROLLPUNKTE = 30 

KONTROLLE BIS ZUM UND BEIM EINPFERCHEN AM „REPEN“:  

Die Bewertung beginnt nach dem zuletzt versuchten Hindernis und endet, wenn der Hundeführer das Tor des „Repens“ schliesst. Kurspunkte werden durch die Anzahl Tiere (oder %) verdient, welche der Hund, beim ersten Einpferchen in den „Repen“, schafft. Kontrollpunkte werden für die Art, wie die Arbeit verrichtet wurde, vergeben. 

Idealerweise sollte die Herde mit möglichst wenig Stress vom letzten versuchten Hindernis oder vom freistehenden Pferch direkt zum „Repen“ gebacht werden. Sinnvollerweise bringt man die Tiere zuerst vom Tor weg, bevor man dieses öffnet. 

KURSPUNKTE = 5   KONTROLLPUNKTE = 10 

Die Beachtung der „handler's lines“ werden in jedem Fall gefordert. In der Kategorie „Open“ werden für das Übertreten der „handler's line“ 15 Punkte abgezogen. In der Kategorie „Advanced“ werden für das Übertreten der „handler's line“ sogar 50% der Punkte abgezogen. 

VERSCHIEDENES 

KURS A 

„TAKE PEN“ – FREILASSEN DER HERDE:

Sollte der „Take Pen“ nach Ansicht des Richters oder Kursdirektors zu klein oder gefährlich sein, kann der „Take Pen“ durch „Einholen“ ersetzt werden. Sollte das „Zusammentreiben/Einholen“ gewählt werden, so gelten die gleichen Regeln für das „Einholen“ wie im Kurs B. Zu keiner Zeit ist es dem „Advanced“ Hundeführer erlaubt, die „Advanced Handler's line“ zu überqueren ohne dass 50% seiner Punkte verloren gehen. Der „Open“ Hundeführer wird für das Überqueren der „Open Handler's line“ 15 Punkte verlieren. 

KURS B 

DIE POSITION DES HUNDEFÜHRERS BEIM „ZUSAMMENTREIBEN/EINHOLEN“ – „STARTED AND OPEN“:

Es bestehen keine Einschränkungen. Es spielt keine Rolle, wo sich der Hundeführer beim „Zusammentreiben/Einholen“ befindet. Jeder kann die für seinen Hund beste Postition einnehmen. Der Hund kann sich an der Seite des Hundeführers befinden oder aber im Platz zurückgelassen werden, damit sich der Hundeführer neu positionieren kann, bevor er den Hund schickt. Die einzige Ausnahme besteht darin, dass der „Open“ Hundeführer für das Überqueren der „Open Handler's line“ 15 Punkte Abzug bekommt. 

ADVANCED HUNDEFÜHRER:

Der Hundeführer muss beim freistehenden Pferch stehen und zwar auf der „Repen“ Seite der „Advanced Handler's line“, wenn er den Hund zum „Einholen“ sendet. Es ist jedoch egal, auf welcher Seite des freistehenden Pferchs der Hundführer steht. Sollte der Hundeführer die „handler's line“ überqueren, verliert er 50% seiner Punktzahl. Sobald der Hund gesandt wurde, ist dem „Advanced“ Hundeführer erlaubt, sich auf der „Repen“ Seite der „Advanced Handler's line“ frei zu bewegen. Der „Advanced“ Hundeführer darf die „Advanced Handler's line“ nicht überqueren um das Tor des freistehenden Pferchs zu öffnen, bevor er nicht Hindernis 2 absolviert hat, um Kurspunkte zu verdienen (mindestens ein Tier muss das Hindernis passiert haben) oder bis mindestens ein Versuch am Hindernis 2 gemacht wurde. Kurspunkte werden nur für die Tiere vergeben, welche das Hindernis absolviert haben, bevor der Hundeführer die Linie überquert hat. Während dem Einpferchen am freistehenden Pferch, muss der „Advanced“ Hundeführer nicht am Tor stehen bleiben, sondern darf sich in dem Bereich frei bewegen. Er darf jedoch nicht die „Open Handler's line“ übertreten ohne, dass er einen Abzug von 50% seiner Punktzahl in Kauf nehmen muss. Nachdem ein Versuch am Hindernis 2 gemacht wurde, darf der Hundeführer die „handler's line“ überqueren, um das Tor des freistehenden Pferchs zu öffnen. Er verliert dadurch zwar Kurspunkte, aber nicht 50% seiner Punktzahl. 

Sobald der freistehende Pferch absolviert wurde, soll der Hund und/oder der Hundeführer die Tiere wieder auspferchen. Für diese Handlung werden keine Kurspunkte vergeben, da es nicht als Teil des Einpferchens bewertet wird. 

Alle Hundeführer können ihren Hunden beim Einpferchen am freistehenden Pferch zur Seite stehen. Es gibt keine Einschränkungen beteffend Position des Hundeführers, ausser der „Open Handler's line“. HUNDEFÜHRER MÜSSEN NICHT BEIM TOR STEHEN.
 

KURS A UND B 

Ermahnungen

Bei Schaf und Rinder Kursen wird eine Ermahnung, 3 Minuten vor Ablauf der Zeit durchgegeben. Beim Entenkurs kommt die Ermahnung 2 Minuten vor Ablauf der Zeit. Hundeführer müssen diese Ermahnung bestätigen. 

„DAYLIGHTING:“

Sollten die Tiere aus unerfindlichen Gründen vom Hindernisausgang her, durchs Hindernis hindurch gehen, so müssen sie aus dem Hindernis klar hinausgebracht werden und durch den Eingang wieder zurück gebracht werden, damit Kurspunkte verdient werden können. (Siehe Diagramm #3). Dies gilt für alle Hindernisse inklusive „Center Chute“. Mindestens ein Tier der Herde muss den Eingang des Hindernisses verlassen haben, bevor die Herde wieder zurückgetrieben werden darf, damit Kurspunkte vergeben werden. Es werden aber nur diese Tiere Kurspunkte verdienen, welche die „Daylight“-Linie überschritten haben.

GRÜNDE FÜR DIE DISQUALIFIKATION: 

1. Unnötiges Beissen oder Beissen auf zu grobe Art. Bisse dürfen nur am Kopf oder an den Beinen gemacht werden. Als zu grober Biss gelten: absichtliches Wolle ausrupfen, sich ans Tier hängen, aufreissen der Beine und von den Beinen reissen. Im Falle von Enten ist jegliches ins Maul nehmen, Beissen, Überrennen oder sich Draufstürzen absolut unnötig. 

2. Überrennen der Tiere durch den Hund. 

3. Fehlender Fortschritt. Ist ein Teilnehmer und sein Hund unvorbereitet und unfähig, das Geforderte zu erfüllen, so kann er disqualifiziert werden, auch wenn kein Schaden an den Tieren entstanden ist. 

4. Hundeführer, welche Hand an ihren Hund legen, um ihn zu bestrafen, während sie in der Arena sind. 

5. Jeder Hund, welcher nicht von den Tieren abgerufen werden kann und vom Hundeführer gejagt und eingefangen werden muss. Es spielt hier keine Rolle, ob der Hund gebissen hat oder nicht. Davonjagende Tiere, welche in die Abschrankungen rennen, können schlimme Verletzungen davon tragen. 

Hunde müssen an der Leine in die Arena geführt werden. Die Leine soll erst entfernt werden, wenn der Richter anzeigt, dass er bereit ist oder sobald der Lauf beginnt. 

Nachdem der Lauf begonnen hat, ist es dem Hundeführer nicht erlaubt, den Hund am Halsband oder sonst wie am Körper festzuhalten, um ihn um die Tiere herum zu führen. Dies heisst jedoch nicht, dass es dem Hundführer verboten ist, den Hund festzuhalten, um ihn auffällige Verletzungen oder Fremdgegenstände in/an den Pfoten zu prüfen. 

Ein Hindernis ist abgeschlossen, sobald ein oder mehrere Tiere vom Hund durch das Hindernis hindurchgebracht worden sind. 

Es ist dem Teilnehmer nicht erlaubt, nochmals zurück zu einem Hindernis zu gehen und es nochmals zu versuchen, um mehr Punkte zu verdienen. 

Weder der „Center Chute“ noch der freistehende Pferch müssen komplet erfüllt werden, um eine qualifizierende Punktzahl zu erhalten. Dies gilt für alle Kategorien. 

Es ist die Pflicht des Teilnehmers, zu überprüfen, ob der Richter die korrekte Startnummer und Kategorie notiert hat, bevor man mit dem Lauf beginnt. 

Jeder Teilnehmer hat zu jeder Zeit das Recht, den Lauf abzubrechen und zu verzichten. Es ist sogar sehr erwünscht, sollte es die Situation rechtfertigen. Jeder Teilnehmer darf zu jeder Zeit, die Tiere zum „Repen“ zurückbringen und einpferchen, nachdem er Hindernis 1 versucht hat. Er wird trotzdem noch bewertet werden. 

Richter können den Teilnehmer auffordern, die Tiere in den „Repen“ einzupferchen, anstatt ihn zu disqualifizieren. In dieser Situation erhält der Teilnehmer trotzdem noch eine Bewertung. 

BEISPIELE FÜR PUNKTEVERLUST BETREFFEND FÄHIGKEIT DIE TIERE ZU KONTROLLIEREN: 

- Teilen der Herde

- übertriebenes zickzack Laufen der Herde 

- das Zurücklassen von einem oder mehreren Tieren 

- Umkreisen der Herde 

- übertriebenes Rennen der Tiere 

- übertriebenes Bellen 

- Hunde die ständig den Hundführer anschauen 

- absichtliches zurücktreiben der Tiere an die hintere Abschrankung vor der Übernahme und dem Bringen (beim Einholen) 

- unnötiger Stress für die Tiere durch den Hund oder Hundeführer 

- Verlieren der Kontrolle über die Tiere 

- Abdriften der Tiere, wenn der Hund ohne Kontakt zu diesen ist und sie trotzdem durch das/die Hindernis(se) gehen. 

- übertriebenes Bellen, welches nichts bewirkt 

- Hunde, welche rumschnüffeln oder Gras, Dreck oder anderes fressen und sich vor der Arbeit drücken. 

DINGE, DIE BEI DER BEWERTUNG DER FÄHIGKEIT, DIE TIERE ZU KONTROLLIEREN, BEACHTET WERDEN MÜSSEN: 

Schwierige Tiere und die Kontrolle des Hundes über sie – Ein Hund sollte keine Kontrollpunkte verlieren, wenn die Tiere schwierig sind und es einige Zeit braucht, bis er sie lenken und kontrollieren kann. Ein Hund mit schwierigen Tieren sollte nicht mehr Punkte verlieren, als ein Hund mit willigen Tieren, solange der Hund die Kontrolle behält.

 
Updated: 24.05.2006