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Allgemeine Information über Gesundheit und Zuchtethik
auf welche sie achten sollten, wenn Sie nach einem Deckrüden oder einem Welpen suchen

 

Der WEWASC überprüft die Korrektheit der Züchter Inserate, welche auf unserer Website ausgegeben werden, nicht. Prüfen Sie bitte den Gesundheitsstatus des Deckrüden, der Welpeneltern und der Würfe, ebenso gut wie die Zuchtziele und die Zuchtethik der Züchter

Jeder Züchter züchtet mit unterschiedliche Blutlinien, hat unterschiedliche Ziele in seinem Zuchtprogramm und unterschiedliche Ideen im Allgemeinen. Informieren  Sie sich bitte immer gründlich und scheuen sie sich nicht, so viele Fragen wie möglich zu stellen. Ein verantwortungsvoller Züchter wird all ihre Fragen immer gerne beantworten.

Es liegt immer in der Verantwortung des Käufers, zu wissen, was er kauft. Nehmen Sie bitte diese Verantwortung ernst, wenn sie sich für einen Hund interessieren.

Wir wollen Ihnen einen allgemeinen Überblick von all den Dingen geben, über welche sie sich bewusst sein sollten und welche sie nachprüfen sollten wenn Sie nach einem Deckrüden oder einem neuen Hund suchen.

Australian Shepherds sollten entweder bei der FCI oder beim Australian Shepherd Club of America inc. (ASCA inc.) registriert sein. Mini und Toy Aussies werden nicht von der FCI oder vom ASCA anerkannt.

ASCA inc. kontrolliert keine Gesundheitsauswertungen der Hunde oder die Züchterethik, wenn er einen Wurf bzw. einen Hund registriert.

 

Gesundheit

Da wir ein europäischer Klub sind, sollten sie sich immer vor Augen halten, dass die Anforderungen der Gesundheitsuntersuchungen der jeweiligen Zuchthunde in jedem Land ein wenig unterschiedlich sind.

Im Allgemeinen sind die folgenden Anforderungen und Gesundheitsergebnisse das Minimum welche ein Hund erfüllen sollte, bevor er in die Zucht geht.

Hüften

Eine Hüft-Auswertung von einem anerkannten Tierarzt für Hüftauswertungen. Normalerweise können Hunde, welche kein schlechteres Hüft-Resultat als B2 (A1, A2, B1 und B2) haben, ohne Einschränkungen für die Zucht verwendet werden.
Wenn der Hund bei der OFA (Orthopedic Foundation for Animals) ausgewertet wurde, sollte der Hund kein schlechteres Hüft-Resultat als OFA fair (OFA excellent, OFA good und OFA fair) aufweisen. Die Auswertungen werden normalerweise in einem Alter zwischen 12-24 Monaten durchgeführt, dies variiert aber von Land zu Land.

Achtung:
Die europäischen Auswertungssysteme sind nicht mit denen der OFA zu vergleichen. Das bedeutet beispielsweise, daß ein „OFA good“ nicht in jedem Fall automatisch ein europäisches „A2“ wäre!

Ellbogen

Eine Ellbogen Auswertung von einem anerkannten Tierarzt für Ellbogenauswertungen. Ellbogenauswertungen werden nicht in allen europäischen Ländern durchgeführt. Normalerweise können Hunde, welche kein schlechteres Resultat als ED 0/0 aufweisen ohne Einschränkung in die Zucht gehen. Die Auswertung für ED wird zwischen 12 – 24 Monate durchgeführt, das genaue Alter hängt jedoch vom jeweiligen Land ab. Eine Ellbogen Auswertung von ED 1/0 oder 1/1 ist insofern eingeschränkt, dass der Deckpartner eine Ellbogen-Auswertung von ED 0/0 aufweisen sollte.

Augen

Eine Augenbescheinigung von einem Tierarzt, welcher eine spezielle Ausbildung für diese Untersuchung aufweist. (European College of Veterenary Ophtalmologists; ECVO). Dieses Zertifikat sollte nicht älter als ein Jahr sein. Welpen haben im Normalfall in der 6ten Woche eine Augenuntersuchung (wobei dieses Alter wiederum in jedem Land differenziert). Es gibt verschiedene erbliche Augenkrankheiten auf dem offiziellen Auswertungsformular. Einige dieser Krankheiten sind kleinere Probleme, welche den Hund nicht beeinträchtigen. Einige davon sind jedoch Krankheiten, welche den Hund sehr wohl beeinflussen oder sogar zur Blindheit führen können; mit Hunden, welche eine dieser schweren vererbbaren Krankheiten aufweisen, sollte dann auch nicht gezüchtet werden. Zu diesen Krankheiten gehören: Katarakt, PRA, CEA, Korneadystrophie.

Gebiss

Vollständiges Scherengebiss (es sollte von einem Tierarzt ein Nachweis vorliegen, falls der Hund einen Zahn verloren hat). Es hängt vom jeweiligen Züchter ab, ob er einen Hund mit fehlenden Zähnen für die Zucht einsetzt. Wie auch immer, ein Unterbiss bzw. Überbiss, welcher größer als 1/8 inch (nach dem ASCA inc. Standard) ist, sollte von der Zucht ausgeschlossen werden.    

Genetische Tests

Es gibt einige genetische Tests, welche ein nützliches Werkzeug für den Züchter sein können. Solche Testresultate sollten sorgfältig ausgewertet werden. Der Züchter hat folgende Testmöglichkeiten: MDR1, HSF4, CEA/PRA

Achtung:
Verifizierte genetische Tests von anerkannten Labors sind ein zusätzliches Mittel für Züchter, um Träger bestimmter Krankheiten zu bestimmen und gut durchdachte, soweit wie möglich risikoarme Anpaarungen vorzunehmen. Sie sollten jedoch nicht mißverstanden werden um Träger bestimmter Merkmale in jedem Fall aus dem Genpool zu eliminieren. Langfristig gesehen kann das einer Rasse nicht zugute kommen deren Genpool und bei der die Anzahl guter Individuen nicht sehr groß ist.

DNA Status

Die folgende Regel wurden vom ASCA (Australian Shepherd Club Amerika) für den DNA-Abstammungsnachweis eines Hundes herausgegeben.

Vom 1. Januar 2010 an, muss jeder Hund, ab dem zweiten Wurf DNA getestet sein.

Vom 1. Januar 2011 an, muss jeder Hund, ab seinem ersten Wurf DNA getestet sein.

Das bedeutet, dass ab dem 1. Januar 2011 kein Wurf mehr beim ASCA inc. registriert wird, wenn der Abstammungsnachweis der Elterntiere beim ASCA nicht vorliegt.

Andere Gesundheitsauswertungen

Manche Züchter entscheiden sich noch zusätzlich für weitere Gesundheitschecks. Im Normalfall sind solche Test nur sinnvoll, wenn es auch ein Problem der jeweiligen Rasse ist. Es obliegt jedem Züchter, ob er sich für eine solche weitere Untersuchung entscheidet, oder nicht.

Mögliche weitere Untersuchungen: Kardiogramm, Patellaluxation, OCD, Schilddrüse

 

Zuchtethik

Im Allgemeinen werden die folgenden Zuchtvoraussetzungen von einem verantwortungsvollen Züchter erfüllt. Man darf aber nicht vergessen, dass es dabei gewisse Unterschiede von Land zu Land gibt.

Halten von Hunden

Alle Hunde müssen nach dem jeweiligem Tierschutzgesetz des Landes, in welchem sie leben, versorgt und gehalten werden.

Rüde

Mindestalter eines Deckrüden ist 18 Monate.

Hündin

Das Mindestalter der Hündin, welche in die Zucht geht ist 24 Monate. Ein maximales Alter ist vom jeweiligen Land abhängig. Normalerweise ist es das vollendete  8. bzw. 9. Lebensjahr. In manchen Fällen, wenn die Hündin in gutem gesundheitlichem Zustand ist, kann auch noch ein Wurf nach diesem Alter vernünftig sein. Die Zeit zwischen zwei Würfen sollte nicht unter einem Jahr liegen, in anderen Worten, es sollte immer eine Läufigkeit zwischen 2 Würfen liegen. Es hängt auch immer von der Anzahl der Welpen in einem Wurf sowie von der Länge des Läufigkeitszyklus der Hündin ab. Eine Hündin sollte eine begrenzte Anzahl von Würfen in ihrem Leben haben. Viele Zuchtvereine erlauben 5 Würfe, andere 6 Würfe. Die meisten Züchter beschränken sich jedoch auf 4 Würfe.

Achtung:
Da es eine Anzahl von Krankheiten gibt die erst in einem Alter von 2 bis 5 Jahren oder noch später auftreten, ist es vielleicht eine gute Idee einen Hund nicht zu früh zur Zucht einzusetzen. Bei Hündinnen hat allerdings der Züchter abzuwägen zwischen dem Risiko einer erst später auftretenden Krankheit und dem Risiko eines ersten Wurfes in fortgeschrittenem Alter.

Merle Hunde und Natural Bobtails (NBT)

Da Verpaarungen mit merle zu merle und NBT zu NBT Hunden zu Gesundheitsproblemen der Welpen führen können, werden solche Verpaarungen in den meisten Ländern nicht erlaubt.

Würfe

Welpen sollten nicht unter einem Alter von 8 Wochen abgegeben werden. Der Welpe sollte regelmäßig entwurmt worden sein.

Normalerweise erhalten die Welpenkäufer die folgenden Unterlagen, wenn sie einen Welpen kaufen:

  • Kaufvertrag 

  • Ein Antrag zur Registrierung beim ASCA inc.; in manchen Fällen registriert bereits der Züchter den Welpen im Namen des Welpenkäufers. 

  • Eine Auswertung der Augenuntersuchung, welche in einem Alter von max. 7 Wochen durchgeführt wurde (abhängig von den Bestimmungen des jeweiligen Landes) 

  • Vor der Augenuntersuchung sollte dem Welpe bereits ein Mikrochip mit einer Mikrochipnummer implantiert worden sein, damit diese Nummer als permanente Identifikation für die Auswertungen verwendet werden kann. 

  • In den meisten europäischen Ländern, bekommt der Welpen einen Europäischen Heimtierausweis, mit den ersten Impfungen und der Mikrochipnummer des Welpen.